Ein duales Studium bei EUROIMMUN ist eine von vielen Möglichkeiten für einen optimalen Start ins Berufsleben. Unsere Studenten profitieren nicht nur von einer idealen Kombination aus Theorie und Praxis, sondern können mit einem Semester im Ausland auch eine Menge Erfahrungen sammeln. Die Nordakademie in Elmshorn ist unser Kooperationspartner für die Theoriephasen des Studiums und bietet mit ihren 38 Partneruniversitäten rund um den Globus vielfältige internationale Austauschmöglichkeiten. Unsere angehende Betriebswirtin Paulina hat das Abenteuer gewagt und sich für ihr fünftes Semester am Griffith College in Dublin (Irland) eingeschrieben. Wie es dazu kam und was sie dort alles erlebt hat, erzählt sie uns im Interview.

Paulina

Liebe Paulina − schön, dass Du wieder bei uns bist! Erzähl doch mal: Wie kam es dazu, dass Du ein Semester im Ausland verbracht hast?

Ich fand die Vorstellung, im Ausland zu studieren, von Anfang an total spannend. Als es dann an der Zeit war, sich dafür anzumelden, habe ich mich mit Kommilitonen aus höheren Semestern ausgetauscht und eine Informationsveranstaltung der Nordakademie besucht. Für mich war schnell klar: Das will ich machen! Schwieriger war dann die Entscheidung, wohin es gehen sollte. Der einfachste Weg ist natürlich, sich an einer Partneruniversität der Nordakademie einzuschreiben. Da hat man schon eine ganze Menge Auswahlmöglichkeiten. Falls einem keine dieser Unis zusagt, kann man sich aber grundsätzlich auch an jeder anderen Hochschule weltweit bewerben. Ich hatte also die Qual der Wahl.

Und warum hast Du Dich dann letztendlich für Irland entschieden?

Mir war es wichtig, in ein englischsprachiges Land zu gehen, das nicht allzu weit entfernt ist, und dass die Kosten überschaubar bleiben. Außerdem wollte ich mich gern an einer Partneruniversität einschreiben, da dort das Anmeldeverfahren um einiges unkomplizierter ist. Am Ende standen London und Dublin auf meiner Liste. Die Entscheidung fiel mir absolut nicht leicht. London ist eine riesengroße und aufregende Weltmetropole. Das hatte schon seinen Reiz. Aber am Ende war es genau das Gegenteil, was mir an Dublin sympathischer erschien. Es wirkte gemütlicher und irgendwie familiär. Hinzu kam, dass viele meiner Bekannten und Freunde für Irland schwärmen. Also habe ich die Grüne Insel für mein Auslandssemester ausgewählt.

Wie ging es dann weiter, als Deine Entscheidung gefallen war?

Zunächst habe ich mich über die Universitäten informiert, denn in Dublin standen zwei zur Auswahl. Ich entschied mich schließlich für das Griffith College, weil es größer ist und einen tollen Campus hat. Mir war es von Anfang an wichtig, dass ich viele internationale Kontakte zu Studenten knüpfen kann. Als all das für mich feststand, habe ich bei EUROIMMUN und meiner Universität das Auslandssemester beantragt.  Mit beiden Genehmigungen in der Tasche, konnte ich mich dann beim College in Dublin bewerben. Jede Universität hat bestimmte Zugangsvoraussetzungen und auch nur eine begrenzte Anzahl an Studienplätzen. Daher müssen eine ganze Reihe Formalitäten erledigt und Leistungsnachweise vorgelegt werden, um am Auswahlverfahren teilnehmen zu können. Das International Office der Nordakademie hat mich diesbezüglich toll unterstützt und so erhielt ich schon kurze Zeit später eine Zusage aus Dublin. So weit so gut – nun musste ich also „nur noch“ das Drumherum organisieren. Passende Flüge und eine Auslandskrankenversicherung hatte ich schnell gefunden. Schwieriger gestaltete sich hingegen die Suche nach einer Unterkunft, denn die Mieten in Dublin sind sehr hoch. Parallel zur Wohnungssuche im Internet habe ich mich auf ein Zimmer im Wohnheim des Colleges beworben. Aufgrund der vielen Interessenten ist es aber reine Glückssache, ob man dort einen Platz bekommt − darum habe ich mich riesig gefreut, als letztendlich auch das geklappt hat. Und dann hieß es auch schon Koffer packen!

Wie sah Dein Alltag am Griffith College aus?

Sehr abwechslungsreich! Auf dem riesigen Campus hat man gefühlt jeden Tag neue Menschen aus aller Welt kennengelernt. Hinzu kam die Mentalität und Aufgeschlossenheit der Iren, die direkt ansteckt und unternehmungslustig macht. So war man nahezu jeden Tag in der Stadt unterwegs. Im Wohnheim war ich ebenfalls immer unter Leuten, denn ich habe in einer WG mit drei anderen Studentinnen gewohnt. Eine von ihnen studierte sogar ebenfalls an der Nordakademie. Das war wirklich ein toller Zufall und hat mir das Einleben in der unbekannten Stadt um einiges erleichtert. Neben den vielen Annehmlichkeiten des Studentenlebens durfte aber auch das Lernen nicht zu kurz kommen, denn schließlich musste ich auch hier meine Prüfungen ablegen und wollte nicht nur mit schönen Erinnerungen, sondern auch guten Leistungen nach Hause zurückkehren. Das verlangte mir manchmal ganz schön viel Selbstdisziplin ab, war aber in jedem Fall auch Teil meines persönlichen Lernprozesses.

Konntest Du die Zeit auch nutzen, um Dir die Insel anzusehen?

Ja, zum Glück boten sich mir viele Gelegenheiten, auch mal außerhalb von Dublin unterwegs zu sein. Tagesausflüge wie nach Howth oder Galway habe ich meist auf eigene Faust geplant. Das war unkompliziert und auch nicht allzu teuer. Für größere Touren habe ich mich dann oft bei den Ausflugsangeboten der Student Union vom College angemeldet. So haben wir zum Beispiel wunderschöne Küstenwege wie den „Cliffwalk“ von Bray nach Greystone erkundet oder eine Wanderung in die „Wicklow Mountains“ unternommen. Die irische Landschaft und die Ausblicke waren einfach atemberaubend! Aber auch Dublin hat unglaublich viel zu bieten. Hier haben wir von A bis Z alles erkundet, was es in der Stadt zu entdecken gibt. Dazu gehörten zum Beispiel Besuche im riesigen Phoenix Park, in den Docklands, wo Facebook und Google ansässig sind, oder im Trinity College, das einen ganz wunderbaren Hogwarts-Charme versprüht.

Es klingt so, als hättest Du eine tolle Zeit gehabt! Welche Erfahrungen hast Du rückblickend aus Irland mitgenommen?

Jede Menge! Fachlich habe ich viel dazu gelernt und arbeite nun noch organisierter. Und natürlich hat sich mein Englisch im alltäglichen Sprachgebrauch, beim Verfassen wissenschaftlicher Arbeiten und Präsentieren vor internationalem Publikum unglaublich verbessert. Vor allem aber bin ich in meiner Persönlichkeit gewachsen. Ich habe mir selbst bewiesen, dass ich nicht nur den Alltag sondern auch ein ganzes Studiensemester inklusive Prüfungen in einer anderen Sprache und einem fremden Land meistern kann. Das hat mich mutiger gemacht und mir die Angst vor großen Herausforderungen genommen − ich sehe nun die Vorteile, die sich ergeben können, wenn man sich ihnen stellt, und zerbreche mir nicht mehr den Kopf über alle möglichen Risiken. Einfach mal ausprobieren! Diese neue Gelassenheit macht meinen Alltag entspannter. Aber natürlich hat auch das Kennenlernen so vieler Menschen aus ganz unterschiedlichen Ländern einen sehr positiven Effekt. Man wird nicht nur offener und selbstsicherer in der Kommunikation, sondern sieht dank dieser Begegnungen, wie wunderbar vielfältig diese Welt mit ihren Kulturen ist. Ich bin froh, mich für ein Auslandssemester entschieden zu haben und kann wirklich nur jedem empfehlen, eine solche Gelegenheit zu nutzen.

Vielen Dank, Paulina, dass Du Deine Erlebnisse mit uns geteilt hast. Wir freuen uns, Dich wieder an Bord zu haben und wünschen Dir für Dein letztes Semester ganz viel Erfolg!