Seit September 2018 bietet EUROIMMUN einen neuen Ausbildungsberuf an: den Chemielaborjungwerker. Innerhalb der 2-jährigen Ausbildung durchlaufen die Azubis unterschiedliche Produktionsabteilungen, in denen sie den richtigen Umgang mit Laborgeräten sowie wichtigen Arbeitsmitteln kennenlernen. Anschließend unterstützen sie tatkräftig bei der Produktion und Zusammenstellung medizinischer Testkomponenten.

Was das genau bedeutet, erzählt uns Jenny:

Liebe Jenny, stell Dich gerne einmal vor.

Hallo, ich bin Jenny, 19 Jahre alt und habe nach meinem Fachabitur die Ausbildung zum Chemielaborjungwerker bei EUROIMMUN begonnen. Meine Freizeit verbringe ich am liebsten mit Sport: Ich liebe es, mich beim Reiten, Volleyball und Ski fahren auszupowern.

Wie sieht ein typischer Tagesablauf in Deiner Ausbildung aus?

Das kann man so pauschal nicht beantworten, da ich während meiner Ausbildung die Möglichkeit habe, unterschiedliche Produktionsabteilungen bei EUROIMMUN mit ganz verschiedenen Aufgaben kennenzulernen. Zunächst war ich in der  „Puffer- und Reagenzienherstellung“ und habe anschließend einen kleinen Einblick in den „Versand“ erhalten.

Aktuell bin ich in der „Biochemie“.  Hier sieht mein derzeitiger Tagesablauf folgendermaßen aus:

06:30 Uhr Arbeitsbeginn, Bearbeitung des Posteingangs

07:00 Uhr Besprechung der anstehenden Aufgaben mit den Kollegen

07:30 Uhr Aufräumen des Labors, sauberes Geschirr zurück in die Schränke räumen, Kleinigkeiten erledigen (z. B. PH-Meter kalibrieren, Waagen kalibrieren, Puffer ansetzen)

09:00 Uhr Probenvorbereitung für die anstehende Gelanalytik

10:00 Uhr Gelanalytik der Proteine

12:30 Uhr Mittagessen mit Kollegen im eigenen Betriebsrestaurant

13:00 Uhr Färbung und Inkubation des fertigen Gels

14:30 Uhr Aufräumen des Arbeitsplatzes, Besprechen der Versuche mit den Kollegen

15:00 Uhr Feierabend

Was macht Dir an der Ausbildung besonders viel Spaß? Welche Aufgaben magst Du am liebsten?

Besonders viel Spaß macht mir die enge Zusammenarbeit mit den Kollegen. Es herrscht eine vertrauensvolle Arbeitsatmosphäre und man kann sich aufeinander verlassen – egal was kommt. Meine liebste Aufgabe in meiner jetzigen Abteilung ist die Gelanalytik der Proteine. Dazu gehört das Verdünnen,  Zentrifugieren und Erhitzen der Proben, das Pipettieren in das richtige Gel sowie das anschließende Blotten. Schon nach einigen Tagen Einweisung durfte ich diese Aufgabe fast alleine übernehmen. Natürlich kann ich meine Kollegen dabei jederzeit um Hilfe bitten und mich absichern, ob ich alles richtig mache. Ich finde es toll, dass man von Anfang an viel Verantwortung übertragen bekommt. Es zeigt mir, dass sich die Kollegen auf mich verlassen können. Außerdem finde ich die Arbeit mit verschiedenen Chemikalien spannend.

Was ist die größte Herausforderung Deiner Ausbildung?

Es kann an einigen Tagen auch mal stressig werden, wenn mehrere Versuche gleichzeitig laufen. Dann heißt es: Ruhe bewahren und strukturiert weiterarbeiten.

Was würdest Du zukünftigen Auszubildenden raten?

Sie sollten auf jeden Fall zuverlässig sein und gut im Team arbeiten können. Miteinander zu kommunizieren ist bei der Arbeit das Wichtigste. So können Fehler schnell behoben und Probleme gelöst werden.

 

Die wichtigsten Fakten zur Ausbildung:

Ausbildungsdauer: 2 Jahre

Ausbildungsbeginn: Jährlich 1. September

Ausbildungsorte: Lübeck und Dassow

Erforderlicher Schulabschluss: Guter Haupt- oder Realschulabschluss

Berufsschule: Gewerbeschule Nahrung und Gastronomie in Lübeck (2x wöchentlich)

Mehr Informationen zur Ausbildung: www.euroimmun.de/ausbildung