Wie verläuft der Bewerbungsprozess bei EUROIMMUN? Worauf legen wir bei einer Bewerbung Wert und wer passt zu uns? Denise, Teamleiterin im Personal- und Bewerbermanagement, beantwortet diese und viele weitere Fragen.

Hallo Denise, was macht Ihr eigentlich im Personal- und Bewerbermanagement?

Mein Team und ich kümmern uns um alle Personalangelegenheiten vom Eingang der Bewerbung über das Vorstellungsgespräch und die Einstellung bis hin zum Austritt eines Mitarbeiters. Wenn wir neue Kollegen „an Bord“ geholt haben, begleiten wir sie am liebsten bis ins Rentenalter und natürlich auch bei allem, was ein langes und spannendes Berufsleben so mit sich bringt − Fortbildungen, Abteilungswechsel und dergleichen. Wenn Kollegen etwas auf dem Herzen haben, sind wir oft die ersten Ansprechpartner für sie.

Darüber hinaus stehen wir unseren Führungskräften in allen personellen Angelegenheiten beratend zur Seite und wählen mit ihnen gemeinsam die vielen neuen Mitarbeiter aus.

Wie sieht das im Alltag aus?

Zunächst einmal möchten wir EUROIMMUN als Arbeitgeber immer bekannter machen und die passenden Bewerber für unsere Vakanzen finden, damit EUROIMMUN weiterhin so kräftig wachsen kann. Darum kümmert sich in erster Linie unser Personalmarketing-Team, mit dem wir eng zusammenarbeiten. Gemeinsam sind wir auf Job- und Ausbildungsmessen sowie Karriere-Events unterwegs, um potenzielle Kollegen für uns zu begeistern. Hier können uns Interessenten treffen und ihre Fragen persönlich stellen.

Darüber hinaus kann man sich auf unserer Karriereseite über die vielfältigen Einsatzgebiete bei EUROIMMUN informieren. Hier sind mein Team und ich übrigens auch zu finden − inklusive Foto und Kontaktdaten.

Ihr erhaltet eine Bewerbung. Und wie geht’s dann weiter?

Um einen ersten Eindruck zu bekommen, schauen wir uns jede Bewerbung ganz in Ruhe an. Neben der fachlichen Qualifikation interessiert uns vor allem die Persönlichkeit des Bewerbers. Dabei legen wir Wert auf das „Gesamtpaket“, weshalb uns vollständige Unterlagen wichtig sind. Alles, was jemand in seinem Leben gemacht hat, sagt etwas über seine Denkweise, Fähigkeiten und Talente aus. Kurzum, es hat dazu beigetragen, dass er zu dem Menschen wurde, der er heute ist.

Neben der fachlichen Komponente geht es vor allem um den „Cultural Fit“. Also darum, ob ein Bewerber zu uns und wir zum Bewerber passen. Das ist Voraussetzung für eine möglichst lange Zusammenarbeit.

Wenn das passt, stimmen wir uns mit dem Fachbereich ab, der auf der Suche nach Verstärkung ist, und im Idealfall folgt dann eine Einladung zum Kennenlerngespräch.

Kommen mehrere Kandidaten für eine Position infrage, können Vorträge, Übungen, Präsentationen oder kleine Rollenspiele in den Bewerbungsprozess integriert werden. Alternativ sind auch Probearbeitstage möglich, vor allen Dingen in den Laboren und der Produktion. Aber: Nur die Ruhe! Bei unserem Gespräch geht es vorrangig um ein gegenseitiges Kennenlernen. Ebenso wie der Bewerber von sich erzählt, stellen wir uns, den Job, die Abteilung und EUROIMMUN vor. Darüber hinaus haben beide Seiten Gelegenheit, Fragen zu stellen.

Haben wir uns gegenseitig überzeugt und alle können sich eine Zusammenarbeit gut vorstellen, heißt es nach einer letzten Abstimmung der vertraglichen Details „Herzlich willkommen bei EUROIMMUN!“.

Worauf achtet Ihr bei einer Bewerbung besonders?

Anhand der Unterlagen lässt sich im ersten Schritt nur das fachliche Potenzial einschätzen. Darüber hinaus wollen wir aber auch den Menschen hinter der Bewerbung kennenlernen. Welche Erfahrungen bringt er mit? Wie und wo hat er diese gesammelt? Ein wirkliches Bild von einem Kandidaten bekommt man nur persönlich. Daher stellen wir niemanden ein, ohne ihn vorher persönlich kennengelernt zu haben.

Je nach Stelle stehen ganz unterschiedliche Kriterien im Vordergrund, da die Teams genauso vielfältig sind wie die Jobs bei EUROIMMUN. Möchte jemand zum Beispiel im Qualitätsmanagement tätig werden, sollte ihn eine besonders gründliche und präzise Arbeitsweise auszeichnen, in der Produktion wiederum wird mit sehr filigranen Teilen gearbeitet, was eine ruhige Hand und viel Fingerspitzengefühl voraussetzt. Was ich sagen will: Wichtig ist, dass der Bewerber mit spürbarem Engagement bei der Sache ist. Er selbst sollte wissen, was er kann, was ihm liegt, woran er Spaß hat und das sollte in der Bewerbung zum Ausdruck kommen. So können wir leichter erkennen, welcher Job bei uns der richtige für ihn sein könnte.

Auch eine Lücke im Lebenslauf ist kein Ausschlusskriterium. Es kommt immer darauf an, was sich hinter einer Auszeit verbirgt: Vielleicht hat jemand einen Angehörigen gepflegt oder eine längere Reise unternommen. Das alles macht einen Menschen aus. Und letztlich fließen auch diese Erfahrungen in den Job ein.

Wie sieht es mit einem Quereinstieg aus?

Quereinsteiger und Autodidakten sind bei uns immer herzlich willkommen. In der Produktion arbeiten beispielsweise viele Kollegen, die ursprünglich einen ganz anderen Beruf gelernt oder ausgeübt haben − zum Beispiel Zahntechniker, Goldschmiede etc. Heutzutage sind viele Berufsbilder so vielschichtig und entwickeln sich − nicht zuletzt auch bedingt durch die Digitalisierung − ständig weiter, sodass nicht zwingend die allgemein übliche Ausbildung erforderlich ist, um darin später erfolgreich zu sein.

Und Initiativbewerbungen − wie verhält es sich damit?

Über Initiativbewerbungen freuen wir uns immer! Wichtig ist hierbei, dass zu erkennen ist, woran derjenige Spaß hat und was er machen möchte. Das hilft uns, Aufgabengebiete und mögliche Stellen einzugrenzen. Unser Hauptaugenmerk liegt auf dem Bewerber − wir möchten die passende Position für ihn bei EUROIMMUN finden.

Bis hierhin klingt für den Bewerber alles super. Aber wie verhält es sich bei einer Absage? Die gehört sicher nicht zu Euren liebsten Aufgaben, oder?

Das stimmt. Manchmal fällt uns das sogar richtig schwer, vor allem wenn wir einen Kandidaten persönlich erlebt haben. Bei EUROIMMUN ist es uns aber sehr wichtig, dass jeder Bewerber ein Feedback bekommt, selbst bei einer Absage. Denn schließlich steckt hinter jeder Bewerbung viel Mühe und Interesse.

Zudem kann es trotz Absage bei der gewünschten Position, z. B. weil jemand mit mehr oder weniger Berufserfahrung gesucht wird, zu einer Zusammenarbeit bei einer anderen Vakanz kommen. Wir sichten jede Bewerbung individuell und prüfen sie auch bezüglich Einsatzmöglichkeiten des Kandidaten in anderen Abteilungen. Wenn wir Chancen für eine Zusammenarbeit in einem anderen Bereich oder zu einem späteren Zeitpunkt sehen, nehmen wir die Bewerbung gerne in unseren Bewerber-Pool auf und kommen auf den Kandidaten zurück. Die Botschaft an alle Bewerber da draußen lautet also: Bitte nicht von einer Absage abschrecken lassen!

Denise, eine letzte Frage: Wie soll ein Kandidat sein, damit er zu EUROIMMUN passt?

Hui, ich finde, das lässt sich so pauschal gar nicht beantworten. Bei EUROIMMUN gibt es so viele verschiedene Berufsgruppen, in denen ganz unterschiedliche Persönlichkeiten und Stärken gefragt sind. In den letzten Jahren sind wir stark gewachsen, allein 2018 haben wir über 350 neue Kollegen eingestellt. Auch für 2019 sind bereits über 100 Stellen angemeldet. Für ein Unternehmen unserer Größe gibt es bei uns vergleichsweise wenig starre Strukturen und Prozesse. Das ermöglicht uns ein flexibles und innovatives Arbeiten.

Und wahrscheinlich suchen wir auch genau das: offene, veränderungsbereite Menschen, die mit Herzblut und Motivation bei der Sache sind. Wir freuen uns über jeden Kollegen, der Lust hat, seine eigenen Ideen einzubringen und unsere offenen Türen zu nutzen. Auf neue Mitarbeiter wartet bei EUROIMMUN ein freundschaftliches, fast schon familiäres Miteinander. Es ist uns wichtig, dass alle sich gut verstehen und gerne zusammen an einer Sache auf ein Ziel hin arbeiten. Wer Lust daran hat, sich einzubringen, kann viel bewegen.