Gastbeitrag des Union Clinical Laboratory, Taiwan: 

Das Union Clinical Laboratory (UCL) wurde 1973 mit 100 Mitarbeitern in Taipeh, Taiwan, gegründet. Wir führen eine Vielzahl an Laboruntersuchungen in den Bereichen Hämatologie, Biochemie, Immunologie und Mikrobiologie durch und bieten Krankenhäusern, biologisch-medizinischen Forschungsinstituten und Privatpersonen klinisch-diagnostische Dienstleistungen und nehmen an klinischen Vergleichsstudien teil.

Wir bei UCL streben stets danach, unseren Kunden hohe Qualität und verlässliche Testergebnisse zu liefern. So haben wir bereits eine Reihe wichtiger Akkreditierungen im Bereich der klinischen Labordiagnostik erlangt.

Jahr Akkreditierungen
2006 Clinical Diagnostic Testing Accreditation by Taiwan Accreditation Foundation (TAF)
2010 Laboratory Quality Assurance Accreditation by College of American Pathologists (CAP) in den USA
2010 Glycohemoglobin Accreditation by National Glycohemoglobin Standardization Programme (NGSP) in Taiwan
2010 Faecal Occult Blood Testing Accreditation by Ministry of Health and Welfare Certification (Taiwan)

Im Bereich der Autoimmundiagnostik arbeitet UCL täglich etwa 240 Proben mithilfe indirekter Immunfluoreszenztest (IIFT) ab. Unsere Dienstleistungen umfassen IIFT für ANA, ANCA, Anti-dsDNA, ASMA, AMA und Anti-NMDAR. Früher wurden die Tests von MTAs abgearbeitet, jedoch haben wir erkannt, dass dies heutzutage einer Verschwendung von Zeit und Ressourcen gleichkommt. Aus diesem Grund haben wir uns 2017 für die Zusammenarbeit mit EUROIMMUN South East Asia (SEA) Pte Ltd entschieden, um unsere IIFT-Routine zu automatisieren.

Heute beinhaltet unser automatisierter Workflow zwei Instrumente, einen Sprinter XL für die IIFT-Inkubation und EUROPattern für computergestützte Mikroskopie und Immunfluoreszenz-Mustererkennung, für ein einfacheres Abarbeiten und Auslesen der IIFT-Objektträger. Unser Automatisierungskonzept umfasst außerdem EUROLabOffice, eine Middleware, mit deren Hilfe die Patienteninformationen aller Arbeitsplätze synchronisiert und IIFT-Ergebnisse überprüft werden können, bevor sie in das Laborinformationssystem eingespeist werden.

Seit der Einführung der neuen Technik benötigen wir nur noch 125 statt 140 ANA-Verdünnungen. Dies begründet sich darin, dass das EUROPattern-System in der Lage ist, Titerschätzungen vorzunehmen. Die reduzierten Wiederholungen hatten eine stark verkürzteTurnaround Time (TAT) und einen verringerten Reagenzienverbrauch zur Folge.

Mit dem neuen Workflow können geschätzt 240 Minuten eingespart werden. Dies ermöglicht den MTAs, sich in der Zeit auf andere wichtige Arbeiten im Labor zu konzentrieren.

Ein weiterer Vorteil neben der Zeitersparnis ist die effiziente Mustererkennung auf den hochauflösenden EUROPattern-Bildern, die von den MTA  im Review-Prozess mit empfohlenen Standard-ANA-IIFT-Mustern verglichen werden können. Die Funktion „Batch review“ der EUROIMMUN-Klassifizierungssoftware erlaubt uns, alle negativen Proben mit nur einem Mausklick auszusortieren. Das Programm ist auch in der Lage, die Fluoreszenzintensitäten der Bilder zu erfassen und ermöglicht dem Anwender, diese mit Bildern abzugleichen, die bei einer geringeren Lichtintensität aufgenommen wurden. Diese Funktion trägt zu einer korrekten Interpretation der IIFT-Muster bei, falls bei unverdünnten Proben aufgrund intensiver Fluoreszenz Überlagerungseffekte auftreten.

Wir haben uns für die EUROPattern-Suite entschieden, weil sie unsere Anforderungen an Qualität und Effizienz erfüllt. Wir würden die Plattform allen Laboren weiterempfehlen, die IIFT einsetzen, da das automatisierte System unseren Labor-Workflow und unsere Effizienz verbessert hat. Wir freuen uns bereits auf die Implementierung weiterer Parameter, wie zum Beispiel ANCA, Anti-dsDNA, ASMA, AMA, Anti-NMDAR und auch Parameter aus der Infektionsdiagnostik, wie Legionellen-Antikörper und FTA-ABS in unser EUROPattern-System, um die automatisierte IIFT-Abarbeitung und –Interpretation bei uns weiter ausbauen zu können.