Eine aktuelle multizentrische Studie zeigt, dass Anti‑Nephrin‑Autoantikörper ein zuverlässiger Biomarker für das idiopathische nephrotische Syndrom sein können, das beispielsweise bei der Minimal-Change-Erkrankung (MCD) auftritt. Die Antikörper traten bei den entsprechenden Erkrankungen deutlich häufiger auf als bei anderen Nierenerkrankungen oder bei gesunden Personen. Zudem korreliert das Antikörperlevel mit der Krankheitsaktivität.
In einem Mausmodell konnten die Autoren darüber hinaus zeigen, dass Anti‑Nephrin‑Antikörper eine direkte Schädigung der Podozyten verursachen und zu einem nephrotischen Syndrom führen, das dem bei MCD beobachteten Krankheitsbild ähnelt. Die Ergebnisse der Studie legen nahe, dass Anti‑Nephrin‑Autoantikörper künftig die Diagnostik, die Verlaufsbeurteilung und möglicherweise auch die Entwicklung neuer therapeutischer Ansätze wesentlich unterstützen könnten.
Lesen Sie die vollständige Studie hier: Hengel FE, et al. Autoantibodies Targeting Nephrin in Podocytopathies. N Engl J Med. 391(5):422-433 (2024).
Weitere Informationen zu Anti-Nephrin-Autoantikörpern finden Sie hier.
