MERS-Ausbruch im Asiatisch-Pazifischen Raum

Vor über einem Monat bestätigte Südkorea offiziell den ersten Fall einer am Middle-East-Respiratory Syndrom (MERS) erkrankten Person im eigenen Land. Seit dem ist die Zahl auf 180 Personen gestiegen, 31 Patienten starben bereits an der Infektion (WHO, Stand: 26.06.2015). Ein MERS-Fall wurde in China gemeldet. Der Mann hat die Infektion mittlerweile überstanden und wird bald aus dem Krankenhaus entlassen.

MERS ist eine virale Infektionskrankheit der Atemwege, die durch das MERS-Coronavirus (MERS-CoV) ausgelöst wird. Sie äußert sich mit starkem Fieber, Husten und Atembeschwerden. Vor allem für alte oder bereits geschwächte Menschen kann MERS tödlich sein. Die Erkrankung trat erstmals im September 2012 in Saudi-Arabien auf. Bis zum Ausbrauch in Südkorea beschränkten sich die Infektionsherde überwiegend auf die Arabische Halbinsel.

Die exakten Übertragungswege des MERS-CoV sind bislang unklar. Kamele gelten als wichtigstes Reservoir und als primäre Infektionsquelle für den Menschen. Eine Übertragung von Mensch zu Mensch wurde bislang vor allem in Krankenhäusern und innerhalb einzelner Haushalte beobachtet: Enger, ungeschützter Kontakt zur infizierten Person ist offensichtlich notwendig, um sich mit dem Virus anzustecken. Eine bedeutende Quelle für Neuansteckungen zwischen Menschen  könnten subklinische MERS-CoV-Infektionen darstellen, die ohne Symptome einer schweren Erkrankung verlaufen. Die infizierten Personen fühlen sich kaum krank, halten normalen Kontakt zu anderen Menschen und verbreiten dadurch das MERS-CoV in ihrem engeren Umfeld.

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